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Sternbacher

Georg Sternbacher

Georg Sternbacher wurde am 21. April 1933 in Unterkochen (heute ein Teilort von Aalen/Ostalbkreis) geboren. Dort erlernte er in der väterlichen Werkstatt den Beruf des Kunstglasers. Nach dem Besuch der Glasfachschule Rheinbach (1950-53) studierte er Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Prof. Josef Oberberger von 1953 bis 1959 und wurde schon 1954 Meisterschüler. In dieser Zeit erhielt er im Rahmen von Studentenwettbewerben vier Akademiepreise. 1958 begegnete er in München seiner Lebensgefährtin Ute. 1959 wurde ihm ein Stipendium des französischen Staates zugesprochen, das ihm ein Jahr den Besuch der École des Beaux-Arts in Paris ermöglichte.

Seit 1960 war er Mitglied der Freien Münchner und Deutschen Künstlerschaft e.V., des Berufsverbandes (BBK) München, später Stuttgart, des Kunstvereins der Diözese Rottenburg/Stuttgart und der Deutschen Gesellschaft für Christliche Kunst.

Nach der Rückkehr aus Paris zog es ihn in seine schwäbische Heimat, wo er mit Ute 1963 vom späteren Abt, Nobert Stoffels, im Kloster Neresheim getraut wurde. Der Ehe entstammen zwei Söhne. Die Familie, die zunächst in Unterkochen wohnte, zog 1970 auf das Härtsfeld in ein umgebautes Bauernhaus in Bopfingen-Oberriffingen, in dem Georg Sternbacher sein Atelier als freischaffender Künstler einrichten konnte. Er unternahm viele Studienreisen weltweit und es entstanden zahlreiche Kunstwerke für Auftragsgeber im In- und Ausland sowie zahlreiche Gemälde, die erfolgreich viele nationale und internationale Ausstellungen bereicherten. Zahlreiche Arbeiten (Kunst am Bau) in Kirchen und öffentlichen Gebäuden sowie Brunnen- und Platzgestaltungen runden das umfangreiche Werk ab.

Umwelt und Zerstörung. Seit 1986 beschäftigte ihn dieses Thema intensiv, und es entstanden engagierte Materialbilder, Tuschemalereien und Objekte aus vielfältigen Materialien und Fundstücken. Hierbei sind Arbeiten zur Nuklearkatastrophe Tschernobyl, 1986, die Serie „Pechvögel“ (Öltanker- Katastrophe der „Exxon Valdez“, März 1989) sowie Bilder zum schweren Zuschauerunglück im Hillsborough- Stadion in Sheffield, April 1989, besonders hervorzuheben.

Wider das Vergessen. Ein besonderes Anliegen galt auch den Verfolgten und dem Holocaust und so entstand 1993 die Gedenkstätte in der ehemaligen Synagoge Oberdorf mit dem Appell „Nie wieder!“. Vom 17. Januar bis 1. Februar 1995 malt er seine letzte großformatige Serie „Spuren - Wege der Verfolgten“, die inzwischen im Besitz des „Trägerverein ehemalige Synagoge Oberdorf e.V.“ ist.

Georg Sternbacher starb am 22. April 1995.

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